Die erste Zwei-Tagestour

Im Jahre 2000 begann die lange Tradition einer jährlichen Zwei-Tagestour. Die Erste führte nach Meppen/Emsland mit 180 km Hin- und 180 km Rücktour. Die Übernachtung im Heu und die Kanutour auf der Hase führte zur Entdeckung und Erprobung eines neuen modernen Triathlons mit 180 km radfahren, 5 km kanufahren und unfreiwilligen Schwimmeinlagen mit angelegter Kleidung.
Die spartanische Unterkunft und Reiseausstattung ohne Fotoapparat (Handys waren uns noch unbekannt) sie die Drillkunst das ansässigen Bauern und Bewirtung mit Berentzen-Korn blieben lang Motivation für die folgenden Jahre.

Auch in den nachfolgenden Jahren starteten die Zwei-Tagestouren zunächst mit dem Rennrad vom Vereinshaus aus uns ein Serviceteam mit Fahrzeug begleitete die Gruppe. Nach einigen Jahren jedoch war die Gegend im Umkreis von 200 km nahezu erkundet. Des Öfteren wurde deshalb durch eine zweistündige Autoanfahrt der Aktionsreis erweitert. Entsprechend dem Motto "Reisen bildet" wurde für einige Zwei-Tagestouren ein Motto ausgegeben, anhand dessen die Teilnehmer das Reiseziel zu erraten war. So führte die Zwei-Tagestour im Jahre:
2001 nach Nordwijk an die Nordsee
2002 nach Nideggen in die Eifel
2003 nach Bad Iburg im Teuteburgerwald unter dem Motto "Auf Hermanns Spuren"
2004 nach Haltern am See
2005 nach Solingen unter dem Motto "Scharf und schnittig"
2006 nach Aachen unter dem Motto "Vom Kunstrad zum Rennrad"
2007 nach Rüthen im Sauerland unter dem Motto "Über allen Gipfeln ist Ruh'"
2008 nach Harderwijk am Ijsselmer
2009 nach Gerolstein unter dem Motto "Wer hat Angst vor dem schwarzen Mann?"
2010 nach Mechelen unter dem Motto "Hollands verlorene Stadt"
2011 nach Altenahr unter dem Motto "Den Sternen ganz nah"
2012 nach Münster
2013
 nach Prüm
2014 nach Hamm
2015 
nachTrier
2016 
nach Kampen(NL)

2017 nach Monschau

Donsbrüggener Radsportlerinnen und Radsportler gemeinsam unterwegs

Kleve. Dass Frauen und Männer im harmonischen Miteinander Rennrad fahren können, bewiesen die Radsportlerinnen und Radsportler des SV 06 Donsbrüggen auf ihrer diesjährigen Zwei-Tagestour.

19 Männer und 6 Frauen erkundeten unter Führung von Hardy Fries und einem Begleitfahrzeug erneut die Landschaften der Eifel. Unter dem Moto 100% Natur führte die erste Tour von Monschau aus in Richtung Süden über den Vennradweg ins belgische Sankt Vith, der Schnittstelle von Eifel und Ardennen. Das dichte Netz der weitgehend über Bahntrassen führenden Radwege nutzend, führte die Route weiter über Schönberg, an der Greifvogelstation Hellenthal vorbei wieder zurück nach Monschau.

 

Das Quartier in der Burg Monschau war sinnfällig gewählt. Die Gründung der Burg durch Grafen und Herzöge von Limburg geht zurück auf das Jahr um 1090. Ein Herr Monte Joci als Herr des Spaßes und der Freude wird erstmals 1168 namentlich erwähnt. Da er vermutlich um 1106, also 800 Jahre vor Vereinsgründung des SV 06 Donsbrüggen ein Motto der Radsportabteilung vorwegnahm, wurde er postum zum Ehrenmitglied der Radsportabteilung erkoren.

Die zweite Tour ging von Monschau aus Richtung Norden bis an den Rand der Stadt Aachen. Der Weg führte zunächst wieder über die durchgehend asphaltierten Radwege auf den ehemaligen Bahntrassen. Mit einer Standartbreite von 2,50 und meist weniger als 2,5 % Steigung erlauben sie Radfahrspass mitten in der Natur und einem beeindruckenden Landschaftspanorama fernab vom Straßenverkehr. Ab Kornelimünster über Zweifall und Vossenack verlief die Route über verkehrsarme Straßen. Entgegen der Radwege auf den Bahntrassen mussten nun etliche Höhenmeter bewältigt werden. Ab Hammer betrug der Anstieg über eine Länge von 3 km durchschnittlich 15, maximal 18 %.

Für den Profisport will man festgestellt haben, dass zwischen Frauen und Männern eine Leistungsdivergenz von 14 % besteht. Im Hobbyradsport mit unterschiedlichen Trainingsmöglichkeiten   wird dies wesentlich größer sein, ganz zu schweigen von den individuellen Unterschieden. Wenn es nicht darum geht, als erster im Ziel zu sein, sondern gemeinsam anzukommen, wenn es nicht gegeneinander geht, sondern schöne Landschaften naturnah zu erleben gilt, wenn es nicht um Sekunden geht, sondern um Fitness bis ins hohe Alter, dann ist Rennrad fahren in der Gruppe ein harmonisches Miteinander, das die Radsportler des SV 06 Donsbrüggen sich auch für die Trainingsausfahrten vorgenommen haben.

 

2-TT-2017