Donsbrüggener Radsportler im Radparadies Sizilien

Den Etna immer vor Augen erkundeten sechs Donsbrüggener Rennradfahrer  den Südosten Siziliens. Mit einer Höhe von 3352 Metern ist Europas mächtigster Vulkan bei den Radtouren weithin sichtbar.
Organisiert und begleitet vom Reisebüro Jaensch führten die Tagestouren von 120 km bis 160 km mit 1500 bis 2500 Höhenmeter von Syrakus aus ins südwestliche Umland. Hierbei überraschte Sizilien wieder und wieder durch ungeahnte Naturschönheiten und bezaubernde Städtchen, Werke  von Menschenhänden, die aber so alt und voll Authentizität sind, dass sie auch ein Teil der Natur zu sein scheinen.
Auf gut ausgebauten, einsamen Straßen, auf denen stundenlang kein Autoverkehr zu verzeichnen war, führten die Touren auch durch die Naturreservate Cave Grande del cassibile und Pantalica, die an die südfranzösischen Canyons erinnern, nur ohne Touristen. Das Naturreservat Cavagrande del Cassibile erstreckt sich über 2.700 Ha im Hinterland von Avola, Syrakus Noto und und wird von dem Fluss Cassibile durchflossen, der im Laufe der Jahrtausende eine Reihe tiefer, über 10 km langer Schluchten ausgewaschen hat. Über eine lange Serpentinenstraße führte der Weg zu einer der schönen Aussichtsterrasse in Avola Antica, von der aus das System kleiner Wasserfälle und die Höhlengräber zu sehen war. Für Rennradfahrer erscheinen auch heute noch die ersten Felsansiedlungen in Wassernähe aus dem 11./10. Jh.v.Chr. uneinnehmbar. Allenfalls mit einem Mountainbike wären sie unter großer Mühe erreichbar gewesen.
Das über 3.700 Ha große Naturreservat Pantalica ist nicht nur unter naturkundlichem Gesichtspunkt hochinteressant, sondern bildet auch ein wichtiges archäologisches Gebiet, liegt hier doch eine der eindrucksvollsten Fels-Nekropolen Europas und wurde 2005 zum UNESCO-Menschheitserbe erklärt. Der Ort liegt auf einer weiten Hochebene, die auf einer Rundtour mit 2500 Höhenmeter die Königsetappe darstellte.
Auf  einer Tour zum südlichen Punkt des europäischen Festlandes ging die Fahrt zwischen Noto und Marzamemi durch das Naturreservat Vendicari. Die ausgedehnten Sumpfgebiete dienen hier den Zugvögeln als Zwischenstation auf ihrer Wanderung nach Afrika. Aber auch auf die Spuren von Depotbecken einer antiken Anlage für die Fischverarbeitung trafen die Donsbrüggener Radfahrer. Natur und Kultur in so einer Dichte an der Wiege des Abendlandes intensiv zu erleben, erschien den besonders mit dem Rennrad möglich. Sie bewegten sich nicht zu schnell, um an den Orten vorbei zu fahren, aber schnell genug, um dauern anderes zu erleben.
Nicht vorbei fahren konnten die Donsbrüggener Radfahrer an dem kleinen Städtchen Noto. Noto ist eine der spätbarocken Städte des Val di Noto und wichtiger Bestandteil des von der Unesco zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärten Gebietes. Eine ganze Stadt im Barockstil aus rotem Sandstein, dass ist einzigartig auf der Welt.  
Zunächst mit dem Rennrad besuchten die Donsbrüggener Radfahrer ein weiters kulturelles Highlight, die Stadt Syrakus. Die engen Gassen von Ortygia, der auf einer Insel gelegenen Altstadt von Syrakus, spendeten Schatten und führten zu den antiken Resten des  Apollontempels, dem beeindruckenden Platz vor dem  barocken Dom sowie zu den einzigen in Europa wachsenden Papyrusstauden. Syrakus war so beeindruckend, dass für eine weitere Besichtigung die Rennradschuhe ausgezogen wurden. So konnte auch die ungewöhnliche Wallfahrtskirche, die 1966 auf historischen Boden mit einer Krypta im Erdreich gefertigt wurde, besichtigt werden. Wie ein Pilz erhebt sich in der Mitte der Kirche der Spannbeton in einer Höhe von ca. 75 Meter. Auch im Inneren ist die eher karge Einrichtung ein deutlicher Widerspruch zu den anderen Gotteshäusern in der Region. Die nach innen hin abfallendende Bodenfläche von 4.000 m² verleiht ihr eine gigantische Größe.
Auf der Spurensuche nach der europäischen Vergangenheit trafen die Donsbrüggener Radsportler zwar nicht auf den Sandstrand, indem Archimedes seine Kreise gezeichnet haben soll, aber auf ein gestrandetes Flüchtlingsboot, das an heutige Probleme Europas  erinnert. Die Donsbrüggener Radfahrer sind sich sicher, sie waren nicht das letzte Mal auf der größten Insel des Mittelmeeres mit außergewöhnlich freundlichen Menschen, zumindest gegenüber Rennradfahrern, und einer sehr guten Küche. 

 


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