Drei Radsportler des SV 06 Donsbrüggen bei Ötztaler Radmarathon

Bis vor 25 Jahren glaubte man nicht, 238 km mit 5500 Höhenmeter um die Stubaier Alpen an einem Tag mit dem Rad bewältigen zu können. Aus einer Wette heraus wurde der Ötztaler Radmarathon geboren. Zum 25. Jubiläumsmarathon 2005 meldeten sich 24000 Radsportler, die diese Herausforderung suchten. Jedoch wurden nur 3800 Teilnehmer zum Start zugelassen, von denen 2800 ins Ziel kamen, unter ihnen vom SV 06 Donsbrüggen Andreas Hendricks, Manfred Neiß und Jens Burkhard.
Bei Regen startete das Teilnehmerfeld aus 23 Nationen in Sölden. Vom Ötztal aus musste der 2020 m hohe Kühtai mit bis zu 18,2 % Steigung als erster vonvier Alpenpässen überquert werden. Nach Überquerung des Brenners besserte sich das Wetter, so dass die Abfahrten für die „niederrheinischen Flachradtiroler“ weniger brenzlig wurden. Über den 2090 m hohen Jaufenpass und das 2509 m hohe Timmelsjoch, das die Donsbrüggener Radsportler weit vor Toresschluss passierten, führte die Strecke zurück nach Sölden.
Nicht nur ihre Kräfte mussten die ans Flachland gewöhnten Radsportler richtig einteilen, sondern sich auch darauf einstellen, dass die Strecke durch verschiedene Klimazonen führte mit Temperaturschwankungen von bis zu 30 Grad Celsius innerhalb von 2-3 Stunden.
Ohne auf einen der 12 Masseure an der Strecke oder auf die Muskelstimulationsgeräte an den neuralgischen Punkten zurückzugreifen, erreichten die Donsbrüggener Radsportler weit vor dem Zeitlimit das Ziel. Für den Ötztaler Radmarathon gilt mehr als für andere Rennen, wer innerhalb der vorgesehenen Zeit das Ziel erreicht, ist ein Sieger.
Auch in den folgenden Jahren nahmen mehrere Vereinsmitglieder die Herausforderungen des Ötztaler Radmarathons.